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Projektbeschreibung: B2B-Ersatzteil- und Serviceportal

Kurzprofil

Für einen international operierenden deutschen Konzern wurde eine digitale B2B-Plattform für Ersatzteilbestellung, Kundenservice und operative Datenintegration entwickelt. Die Anwendung verbindet ein TYPO3-basiertes Content- und Portal-Frontend mit einer Aimeos-Commerce-Architektur sowie kundenspezifischen Schnittstellen für Produkt-, Preis-, Lager-, Kunden- und Bestelldaten.

Ziel des Projekts war es, den Ersatzteilservice für Geschäftskunden effizienter, transparenter und skalierbarer zu machen. Kunden erhalten über das Portal einen zentralen digitalen Zugang zu relevanten Ersatzteilen, kundenindividuellen Preisen, Verfügbarkeiten, Bestellprozessen und Serviceinformationen. Gleichzeitig werden interne Abläufe durch automatisierte Datenimporte, strukturierte Schnittstellen und nachvollziehbare Verarbeitungsprozesse entlastet.

Die Bestellplattform kommt in verschiedenen Unternehmen des Konzerns zum Einsatz. Durch unterschiedliche Ausprägungen der Geschäftsprozesse und Kundenanforderungen wurde eine flexible Architektur entwickelt, die sowohl skalierbar als auch anpassungsfähig ist.

Meine Rolle

Ich war in diesem Projekt verantwortlich als Architekt und Entwickler der Anwendung.

Meine Aufgaben umfassten die Architektur der Plattform, die Umsetzung zentraler Backend- und Frontend-Komponenten sowie die Integration der angebundenen Systeme. Dazu gehörten insbesondere die Konzeption der TYPO3- und Aimeos-Erweiterungen, die Entwicklung der REST-API, die Modellierung der Import- und Transformationsprozesse, die technische Abstimmung der Schnittstellen sowie die Umsetzung kundenindividueller Portal- und Shop-Funktionalitäten.

Durch die Kombination aus Projektverantwortung, Architekturarbeit und aktiver Entwicklung konnte ich fachliche Anforderungen direkt in tragfähige technische Lösungen überführen und technische Risiken frühzeitig steuern.

Technologiestack

Die Anwendung basiert auf TYPO3 CMS 12 LTS und PHP 8.2. Eigene Funktionalitäten wurden als Composer-basierte TYPO3-Extensions innerhalb des Projektpaketbereichs umgesetzt. Die Architektur nutzt PSR-4-Autoloading, TYPO3 Dependency Injection, Extbase-Domänenmodelle, Repositories, Event Listener, Middlewares, Scheduler-Commands und TYPO3-Konfigurationen über TypoScript, YAML und TCA.

Für die Commerce-Funktionalität wurde Aimeos in TYPO3 integriert und projektspezifisch erweitert. Darauf aufbauend wurden kundenspezifische Prozesse für Katalogdaten, Preise, Warenkorb, Checkout, Benutzerkonten, Bestellexport und Stammdatenverarbeitung umgesetzt.

Die Systemintegration erfolgt über eine eigene REST-API auf Basis von TYPO3 und nnrestapi. Eingehende Daten werden als Jobs gespeichert, validiert, protokolliert und anschließend in Importformate für die Commerce-Plattform transformiert. Für XML-Verarbeitung kommen DOMDocument, DOMXPath und XSLTProcessor zum Einsatz. Je nach Datentyp werden XML- oder CSV-Zieldateien erzeugt und in die TYPO3 File Abstraction Layer geschrieben.

Für wiederkehrende Hintergrundprozesse wurden TYPO3 Console Commands und Scheduler-fähige Jobs implementiert. Diese übernehmen unter anderem Datenimport, Medienimport, Textimport, Benutzerimport, Bereinigung temporärer Daten und Bestellübertragung an angebundene Backend-Systeme.

Der Frontend-Stack umfasst Fluid Templates, ViewHelper, TypoScript, SCSS/Sass, JavaScript, Bootstrap, jQuery, Font Awesome und weitere browserseitige Bibliotheken. Die Asset-Verarbeitung ist über Node.js-basierte Build-Werkzeuge organisiert.

Weitere technische Bestandteile sind Redis-Anbindung, Datenbank-Logging, SAML-basierte Authentifizierung, kundenspezifische Login- und Passwortprozesse, Content-Security-Policy-Konfiguration, eigene Fehlerbehandlung und eine rollenbasierte Benutzer- und Kundengruppenlogik.

Fachliche Schwerpunkte

Der Schwerpunkt der Lösung liegt auf einem leistungsfähigen B2B-Ersatzteilprozess. Geschäftskunden können über das Portal Ersatzteile recherchieren, kundenabhängige Informationen abrufen und Bestellungen digital auslösen. Die Plattform bildet dabei nicht nur den Shop-Prozess ab, sondern integriert auch kundenspezifische Stammdaten, Preislisten, Lagerinformationen, Benutzergruppen und organisatorische Zuordnungen.

Ein wesentlicher Bestandteil ist die automatisierte Verarbeitung von Daten aus angebundenen Unternehmenssystemen. Eingehende XML-Daten werden validiert, versioniert, transformiert und in die für TYPO3 und Aimeos benötigten Zielstrukturen überführt. Damit wird die Pflege von Produkt-, Preis-, Lager- und Kundendaten deutlich weniger manuell und weniger fehleranfällig.

Für Benutzer- und Kundendaten wurde eine Import-Pipeline entwickelt, die Stammdaten, Ansprechpartner, Geschäftspartnerbeziehungen und Benutzerkonten zusammenführt. Fragmentierte Datenstände können zwischengespeichert, zusammengesetzt und als konsistente Benutzer- und Kundendatensätze verarbeitet werden. Änderungen an Geschäftspartnerdaten werden auf abhängige Benutzerkonten übertragen, sodass der Datenbestand im Portal aktuell bleibt.

Architektur und Umsetzung

Die Lösung ist modular aufgebaut. Eine Basis-Extension stellt Layouts, Templates, ViewHelper, Frontend-Komponenten, Login-Anpassungen, Navigation, Fehlerbehandlung und zentrale TYPO3-Konfigurationen bereit. Eine Commerce-Extension erweitert Aimeos um projektspezifische B2B-Prozesse, Importlogik, Commands, Services und Domänenmodelle. Eine API-Extension kapselt die REST-Endpunkte, Job-Verarbeitung, XML-Ablage, Transformationslogik und Schnittstellenprotokollierung.

Die Importarchitektur trennt Annahme, Persistenz, Validierung, Transformation und Weiterverarbeitung. Dadurch sind eingehende Daten nachvollziehbar, wiederholbar und besser diagnostizierbar. Fehlerhafte Daten können gezielt erkannt und protokolliert werden, ohne den Gesamtprozess unnötig zu blockieren.

Für die Integration mit Backend-Systemen wurden strukturierte Job-Modelle, XML-Archive, Statuswerte, technische Logs und transformationale Zwischenschritte umgesetzt. Das verbessert die Betriebsfähigkeit der Plattform, da Verarbeitungsstände und Fehlerursachen technischer nachvollziehbar werden.

Beitrag zur Servicequalität

Die Plattform steigert die Servicequalität für den Kunden auf mehreren Ebenen.

Geschäftskunden erhalten einen zentralen Self-Service-Kanal für Ersatzteile und Bestellungen. Dadurch werden Anfragen transparenter, Bestellprozesse schneller und Informationen konsistenter verfügbar.

Kundenindividuelle Preise, Benutzergruppen, Stammdaten und Zuständigkeiten werden systemgestützt verarbeitet. Dadurch sinkt das Risiko manueller Fehlzuordnungen, und die Portalansicht kann besser auf den jeweiligen Geschäftskunden zugeschnitten werden.

Die automatisierte Datenintegration reduziert manuelle Pflegeaufwände und beschleunigt die Aktualisierung von Produkt-, Preis- und Lagerinformationen. Für Service- und Vertriebsprozesse bedeutet das weniger Medienbrüche und eine höhere Verlässlichkeit der angezeigten Informationen.

Durch Logging, Job-Status, Validierung und technische Archivierung sind Schnittstellenprozesse besser kontrollierbar. Supportfälle lassen sich schneller analysieren, weil eingehende Daten, Transformationsschritte und Verarbeitungsergebnisse nachvollziehbar dokumentiert werden.

Die modulare TYPO3- und Aimeos-Architektur verbessert Wartbarkeit und Erweiterbarkeit. Neue Anforderungen an Importprozesse, Kundengruppen, Frontend-Funktionen oder Schnittstellen können gezielter umgesetzt werden, ohne die gesamte Anwendung neu zu strukturieren.

Ergebnis

Entstanden ist eine integrierte B2B-Serviceplattform, die Content, Commerce, Kundenportal und Systemintegration in einer TYPO3-basierten Architektur verbindet. Die Lösung unterstützt digitale Ersatzteilprozesse, automatisierte Stammdaten- und Produktdatenverarbeitung, kundenindividuelle Portalansichten und nachvollziehbare Schnittstellenabläufe.

Das Projekt zeigt meine Fähigkeit, komplexe Fachprozesse in eine robuste Webarchitektur zu übersetzen, technische Integrationen umzusetzen und gleichzeitig Projektmanagement, Architektur und Entwicklung in einer verantwortlichen Rolle zu verbinden.

Relevante Kompetenzen

  • Projektmanagement in einem komplexen B2B-Digitalisierungsprojekt
  • Technische Architektur einer TYPO3- und Aimeos-basierten Plattform
  • Entwicklung eigener TYPO3-Extensions mit PHP 8.2
  • REST-API-Design und Backend-Systemintegration
  • XML-, XSLT- und CSV-basierte Datenverarbeitung
  • Import-Pipelines für Produkt-, Preis-, Lager-, Kunden- und Benutzerdaten
  • Scheduler- und Console-Command-Entwicklung
  • SAML-Authentifizierung und rollenbasierte Benutzerlogik
  • Fluid Template-Entwicklung, SCSS/Sass und JavaScript
  • Datenmodellierung, Logging, Validierung und technische Fehlerdiagnose
  • Abstimmung zwischen Fachbereich, IT, Betrieb und Entwicklung